„Als Frau führen in der Automobilbranche“.

Eine Zusammenfassung aus dem Exchange Roundtable zu dem o. g. Thema beim „PANDA Automotive@Porsche“ am 14. April 2018 in Stuttgart.
Ich möchte mich besonders bei Isabelle Hoyer und dem Panda-Team dafür bedanken, dass ich die Möglichkeit hatte, bei „PANDA Automotive @Porsche“ am 14. April 2018 in Stuttgart mit einem Exchange Roundtable zu dem o. g. Thema „Als Frau führen in der Automobilbranche“ als Sprecherin dabei zu sein. Ich habe an diesem besonderen Tag meine langjährigen Führungserfahrungen als Frau in der Automobilindustrie in Form eines Impulsvortrags teilen können und in der anschließenden Diskussion u. a. wichtige Fragen und Aspekte zu dem Thema „Als Frau führen in der Automobilbranche“ vertiefen können. In ca. 45 min. konnte ich mit knapp 40 Frauen meine Erfahrungen teilen. Ich danke allen Teilnehmerinnen, die an dem Austausch beteiligt waren, und ich bedanke mich aus tiefstem Herzen für die durchweg positiven Feedbacks im Anschluss an die Veranstaltung.

 

Ich schreibe den Blog in der „Sie-Form“ und nicht in der „Du-Form“, obwohl ich den Roundtable mit dem persönlichen „Du“ durchgeführt habe.

  • Investieren Sie in sich selbst, in Ihren Geist, in Ihre Selbst-Führung und Entwicklung etc.
    Seit mehr als einem Jahrzehnt bin ich in der Automobilbranche tätig und habe seitdem als Frau und Managerin unzählige Erfahrungen gemacht und mir Know-how angeeignet. In diesen Jahren bin ich unterschiedlichen Menschentypen und Führungsstilen begegnet und weiß somit, was es bedeutet, geführt zu werden und zu führen. Umso mehr bewegen mich Themen wie Persönlichkeit, Führung, Selbstführung und Geführt werden. In diesem Zusammenhang habe ich zahlreiche Seminare und Trainings zu unterschiedlichen Führungsmodellen, Führungsweisen, Persönlichkeitstypen etc. absolviert. Eine Auswahl an Büchern etc. finden Sie am Ende des Blogs.
  • Eine Haltungsfrage bzw. welches Mind-set haben Sie?
    Spielt das Geschlecht tatsächlich eine Rolle beim Führen und wenn ja, welche? Sicherlich kommen Ihnen beim Lesen der Frage bereits Antworten in den Sinn. Zu welcher Antwort kommen Sie? Ich selbst fokussiere mich beim Führen nicht auf mein Geschlecht. Im Vordergrund steht in erster Linie meine Rolle als fachliche Führungskraft, die das Unternehmens- bzw. Projektziel vor Augen hat. Auch wenn ich und Sie häufiger als einzige Frau in einem Meeting an einem Tisch sitzen, so zeichnet es mich und Sie doch aus, dass wir es bis dorthin geschafft haben, oder? Ich behaupte immer noch, dass ein Beitrag an sich geschlechtslos ist. Ich gebe meinem Beitrag auch meine eigene Wertigkeit.
  • Was haben Sie erreicht am Ende des Tages?
    Die Ergebnisse sind wesentlich. Der Fokus auf die eigenen Erfolge und den Nutzen für das Unternehmens- und Projektziel sind entscheiden. Hilfreich ist es, z. B. eine Liste am Ende des Tages zu schreiben, welche Erfolge und Ergebnisse aus der eigenen Sicht gut gelaufen sind. Ggf. sind auch „Prozessziele“ zu definieren mit Angaben, was und bis wann und wie ich es erreiche. Die eigenen Leistungen hervorzuheben und sich seine Bühne zu suchen, werden als absolute Notwendigkeit zur Sichtbarkeit des eigenen Wirkens angesehen. Das bedeutet stete Mutproben, die Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten und die Ausdehnung der Komfortzone in der eigenen Prozesslinie.
  • Haben Sie sich schon mal gefragt, welche Werte Ihrer (Selbst-)Führung zugrunde liegen?
    Führen Sie sich überhaupt selbst? Welche Wertvorstellungen spiegeln sich in den Rollen wider, die Sie als Linien- bzw. fachliche Führungskraft im Arbeitsalltag einnehmen? Dabei steht Authentizität und Ehrlichkeit ebenso im Fokus wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Ich rate jedem und jeder, sich seiner bzw. ihrer Werte bewusst zu werden und zu sein. Als Leader ist es wichtig, dass man und frau z. B. zu seinem und ihrem Wort steht und dass selbst ernannte Deadlines möglichst eingehalten werden. Was meinen Sie? Entspricht das Ihren Werten?
  • Seien Sie ein Leader, Sie haben etwas zu sagen. Seien Sie ein Role Model
    Als Frauen in einer Führungsrolle sind wir per se ein Vorbild. Mit der gegebenen Rolle tragen wir meiner Ansicht nach auch Verantwortung. In einer solchen Position können wir anderen die Hand reichen, sei es, indem wir bereit sind, auf konkrete Fragestellungen hinsichtlich unserer Rolle zu antworten, oder in meinem Fall beim Roundtable mit Beispielen aus meinem Berufsleben zu motivieren und zu inspirieren.

Anfrage als Sprecherin, Informationen und weitere Blogbeiträge von Yvonne Kania:
www.yvonne-kania.de

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Bildnachweis: Gabriele di Stefano („PANDA Automotive@Porsche“ am 14. April 2018 in Stuttgart)