Die Algorithmen der Digitalisierung

Digitale Transformation in der Automobilbranche – die Softwareentwicklung auf dem Prüfstand

Kennen Sie das Buch von Ingo Radermacher: „DIGITALISIERUNG SELBST DENKEN: Eine Anleitung, mit der die Transformation gelingt“ oder die Bücher und den Podcast von Christoph Keese: „Silicon Germany: Wie wir die digitale Transformation schaffen“?
Die Liste der Angebote zum Themenkomplex Digitalisierung ist lang und bewegt die ganze Industrie. Andere wichtige Schlüsselbegriffe sind Transformation, Innovation, New Work, Plattformen etc. Neue Jobs und Stellen werden geschaffen, die neu bewertet werden müssen. Die kurz-, mittel- und langfristige Zukunft der Wirtschaft liegt in der Entwicklung neuer Arbeitsfelder und der Lösung von nicht mehr zeitgemäßen Industriezweigen. Ich konzentriere mich hier auf die Automobilindustrie, in der ich selbst als Managerin arbeite, und mich bewegen insbesondere folgende Fragen:

Die Softwareentwicklung in der Automobilbranche unterliegt ständiger Innovation und stellt somit auch besondere Anforderungen an die Industrie. Sie ist zudem konfrontiert mit Firmen wie Facebook, Google und Apple, die auf vielen Ebenen Maßstäbe setzen. Diese Unternehmen bewegen sich nicht im Umfeld der Produktion, sondern in der digitalen Welt. Die Automobilindustrie entwickelt Produkte von enormer Komplexität, und die Entwicklungszyklen, angefangen bei der „Innovation im Kopf“ bis zur realen Umsetzung und Produktion, erfordern zum Teil Jahre. „Rein“ digitale Unternehmen glänzen durch die agile Softwareentwicklung und die einzusetzenden CI/CD*-Systeme, zum Teil sogar mit Aktualisierungen in Echtzeit. Die Autoindustrie braucht andere Kompetenzen im Bereich des Tooling, der benötigten Skills und des Mindsets. Autobauer beschäftigen sich mit weitaus mehr Prozessen und Fragen als zu hundert Prozent digitale Firmen. Doch „rein“ digitale Firmen entwickeln Plattformen und generieren die größten Umsätze. Sie sind die eigentlichen Gewinner der Digitalisierung, da sie unabhängig von Produktionsprozessen und Materialbeschaffung agieren.

Ich denke, wir dürfen die Softwareentwicklung in der Automobilindustrie anders denken. Das Zusammenspiel von Soft- und Hardware, die existierenden großflächigen Prozesse und die vielschichtigen Kommunikationskanäle erfordern eine besondere Art der Synchronisation. In Hinblick auf die obigen Fragen sind für die nächsten Jahre in der Automobilindustrie die folgenden Themen von herausragender Bedeutung:

Alle etablierten OEMs und Zulieferer dürfen für die Industrie 4.0 spezifische Kompetenzen zu den genannten Themen aufbauen und weiter ihre Prozesse anpassen.

In meinem nächsten Blog widme ich mich dem digitalen Selbst und zeige auf, welche Skills im digitalen Zeitalter in den Vordergrund treten.

*https://www.dev-insider.de/continuous-integration-und-continuous-delivery-a-618454
Yvonne Kania, Mobil: +49 171 53 52 296, www.yvonne-kania.de